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„Wie ihr das Ganze hier organisiert, ist echt cool!“

Im Sommer 2017 unterstützten uns für drei Wochen Emily (15) und Lilly (15) als Schülerpraktikantinnen. Beide besuchen die Reformschule Winterhude in Hamburg, an der sie regelmäßig Praktika machen, um konkrete Arbeitserfahrung zu sammeln. Während ihres Praktikums bei it-agile haben sie unser Münchener Team begleitet.

“Sag mal, hat it-agile Verwendung für zwei aufgeweckte, selbstorganisierte, kreative und sehr charmante Praktikantinnen von der agilsten Schule Deutschlands?” Na klar! Bis zu dieser Twitter-Nachricht im Mai hatte it-agile noch nie Schüler-Praktikanten. Folglich waren wir uns sicher, dass wir dadurch etwas lernen können. Unser Münchener Team zeigte schnell Interesse und so starteten Emily und Lilly im Juni ihr Praktikum bei it-agile in München.

Zum Praktikumsabschluss haben die Kollegen Christian Dähn und Peter Rößler mit ihnen ein Interview geführt.

Chris: Warum habt ihr euch bei it-agile beworben?

Lilly: Vor allem wussten wir, dass wir ein Praktikum machen müssen und haben uns ein paar Möglichkeiten angeguckt. In unseren bisherigen Praktika waren wir in sehr klassischen Agenturen und Unternehmen. Daher wollten wir einen anderen Weg kennenlernen, wie man später zusammenarbeiten und sich als Unternehmen organisieren kann. Und so ist es it-agile geworden.

Chris: Und habt ihr das erfahren können oder kennengelernt?

Emily: Auf jeden Fall. Wir hatten ehrlicherweise nicht so viele Erwartungen. Wir wollten in jedem Fall Spaß haben und bei it-agile reinschnuppern. Und das haben wir hier.

Lilly: Und wir hätten nie gedacht, dass wir bei so vielen Kundeneinsätzen mit dabei sein würden und bei so vielen Schulungen mitmachen dürfen. Bei den bisherigen Praktika waren wir bei den Meetings nur passive Beisitzer.

Peter: Die drei Wochen mit euch vergingen wie im Fluge. Erzählt mal, was ihr in dieser Zeit alles erlebt und gemacht habt.

Emily: Wir haben ein Instagram Account aufgebaut und versucht, regelmäßig etwas zu posten. Damit Leute sehen, wie das Leben als Praktikant hier läuft. Und wir haben uns eine Retrospektive für unsere Klassenkameraden entworfen.

Lilly: Dann haben wir bei Peters Retrospektiven-Training mitgemacht. Da waren wir eingebunden wie alle anderen Teilnehmern und haben gelernt, wie eine Retrospektive funktioniert.

Dann haben wir die Schulung Management Agiler Teams und einen Kundentermin mit vorbereitet. Und nebenbei haben wir unsere Fähigkeiten in Sketchnoting verbessert. Hier hat uns Chris gute Tipps gegeben, z.B. den grauen Schatten hinzuzufügen.

Emily: Und wir waren bei EduScrum, einer Informationsveranstaltung, auf der erklärt wurde, wie Scrum in Schulen eingesetzt werden kann. Auch bei ein paar Kundenterminen waren wir dabei und konnten einfach zuhören und beobachten, wie eure Interaktion mit den Kunden läuft.

Lilly: Dann konnten wir erleben, wie ihr als Team in München arbeitet. Emily und mich hat sehr begeistert, dass ihr sehr offen miteinander umgeht.

Emily: Ja, ihr seid eine tolle Teamgemeinschaft: Da kann sich manch einer echt etwas abschneiden.

Chris: Ihr habt ja bereits andere Praktika gemacht. Was habt ihr dabei erlebt?

Lilly: Also bei mir war es so: Ich bin da hingekommen und dann musste ich erstmal warten, weil alle beschäftigt waren. Und dann haben die sich gar nicht so richtig auf mich eingestellt. Dann habe ich gewartet und dann hieß es irgendwann: „Ja, dann komm mal mit”.

Emily: Bei meinem letzten Praktikum habe ich als Abschiedsgeschenk 100 Pfannkuchen für alle gebacken, weil ich in meiner Bewerbung erzählt hatte, dass ich in meiner Kochgruppe viele Pfannkuchen gebacken habe. Beim Praktikum dort stand ich dann stundenlang in der Küche und habe für sie Pfannkuchen gebacken.

Peter: Was war der größte Unterschied zwischen den bisherigen Praktika und den letzten drei Wochen bei it-agile?

Lilly: Auf jeden Fall, dass ihr immer versucht habt, uns einzubinden. Bei meinem letzten Praktikum habe ich manchmal Sachen gemacht, die gar nicht wichtig waren. Nur damit ich beschäftigt bin. Und hier hatte ich immer das Gefühl, dass es etwas bringt, wenn ich etwas mache.

Chris: Mich würde interessieren, was ihr denn von eurem Praktikum in eure Welt mitnehmt?

Emily: Wir haben regelmäßig Projektwochen, in denen wir in einem Team immer ein Thema bearbeiten. Und wenn es da mit der Teamarbeit nicht so läuft, könnten wir eine Retrospektive machen.

Lilly: Für unseren Tutorial-Unterricht nehme ich mit, dass ich da klare und deutliche Ansagen machen muss. Und ich denke, Emily und ich haben hier auf jeden Fall viele Tricks zum Präsentieren gelernt und wie man vor anderen Leuten sprechen kann.

Emily: Bei uns haben wir auch jeden Tag Gruppenzeit. Da reden wir über generelle Bildungsthemen. Und da könnten wir einen Check-In machen: Somit wären alle von Anfang an eingebunden, haben gleich was gesagt und würden sich dann eventuell auch im Anschluss mehr einbringen.

Peter: Wir haben euch wirklich als „aufgeweckte, selbstorganisierte, kreative und sehr charmante Praktikantinnen” erlebt. Und auch Teilnehmer, die euch in unseren Schulungen kennengelernt haben, waren beeindruckt. Ihr beide habt als gleichberechtigte Teilnehmer auf Augenhöhe mit den anderen Teilnehmern agiert. Und ihr seid Teil unseres Teams geworden. In Retrospektiven konnten wir uns ehrliches Feedback geben und die gegenseitigen Erwartungen abgleichen.

Wie habt ihr uns wahrgenommen? Was wollt ihr uns mitgeben?

Lilly: Ihr solltet auf jeden Fall weiterhin so offen und ehrlich miteinander umgehen.

Emily: Ich würde eure Art zu Moderieren beibehalten, das ist ziemlich eindrucksvoll und vorbildlich. Und die Art, wie ihr euch immer neu erfindet. Und wie ihr das Ganze hier organisiert, das ist echt cool. Ich habe kein schlechtes Feedback an euch.

Lilly: Ja, ich habe auch nichts mitbekommen, was schlecht war.

Und was haben wir als Münchener Team durch das Praktikum von Emily und Lilly gelernt? Neben dem vielen guten Feedback fühlen wir uns bestätigt, dass wir als Team auf einem guten Weg sind. Wir haben zudem gelernt, dass wir Praktikanten problemlos integrieren können, wenn wir mit ihnen wie mit Erwachsenen umgehen und sie so behandeln wie neue Kollegen bei it-agile. Das bedeutet in den ersten Wochen alles mitzumachen und unterschiedlichste Situationen kennenzulernen.

Die drei Wochen reichten nicht aus, damit Emily und Lilly die komplette Organisation it-agile kennenlernen konnten. Einen Eindruck vom Hamburger Büro, unseren monatlichen Treffen mit allen Business-Teams oder den gemeinsamen Open Spaces werden die zwei erst bei einem weiteren Praktikum oder als zukünftige Mitarbeiter von it-agile bekommen.

Dank Emily und Lilly haben wir als it-agile jetzt auch einen eigenen Instagram-Account.

Beim gemeinsamen Abschlussgrillen hat sich das Münchner Team in jedem Fall wahnsinnig gefreut, als jeder von Emily und Lilly mit einem persönlichen Brief und Geschenk überrascht wurde. Und selbstgebackenen Kuchen gab es auch.

Vielen Dank, Emily und Lilly.

Abschlusscollage

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