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Lebst du schon oder arbeitest du noch?

Mein Einstieg bei it-agile begann vor einigen Wochen und ich habe bisher wenig über meine Erlebnisse geschrieben. Das liegt zum einen daran dass ich eher yammer (ohne „j“) als einen Blog zu schreiben. Zum anderen aber auch daran, dass ich die Eindrücke erst einmal für mich verarbeiten wollte und nicht gleich so ungefiltert runterposte.

Meine Zeit begann mit dem Einstieg in unserem Münchner Büro und den ersten Erlebnissen mit derDiva aka Espressomaschine. Jens (mein Chef) zeigte mir unsere Infrastruktur und führte mich in die internen Abläufe ein. Der erste Eindruck war: wow! Offenheit und Transparenz so weit das Auge reicht. Alle Inhalte für jeden und von überall zugänglich, selbst die Dinge die anderswo wie Staatsgeheimnisse gehütet werden und nur von der Geschäftsführung eingesehen werden dürfen. Es schien so, als wenn sich der Eindruck bestätigen sollte, den mir Jens bei unserem ersten Gespräch über die Firma vermittelt hatte. Ich war überaus positiv gestimmt und konnte es nicht erwarten, mehr zu erleben.

Die erste Woche verging relativ schnell und spannend mit dem Standdienst auf der W-JAX wo mir die wundervolle Aufgabe zukam, uns zu „verkaufen“. Etwas befangen war ich schon in den ersten Stunden, da ich ja die Firma noch gar nicht so lange kannte. Ich habe aber einfach erzählt was ich zu berichten wusste und es scheint in großen Teilen gepasst zu haben-das war ein sehr schönes Gefühl, vertragstechnisch so kurz aber gedanklich doch schon relativ lange die selbe Ideen zu vertreten. Den Abschluss der Einstiegserfahrung machte dann der kleine Tuningtag in Hamburg, eine Firmenretrospektive zur kontinuierlichen Verbesserung, auf der ich einerseits viele Kollegen kennenlernen oder zumindest sehen konnte, andererseits aber auch einen noch tieferen und ebenso mich in meinen Erwartungen bestätigenden Einblick in unsere Firma bekommen konnte. An diesem Tag wurde mir klar: *das* ist die Firma für die ich arbeiten möchte.

Meine letzte Firma hat mich nach München gelockt und in mir viele Erwartungen geweckt (teils unbewusst, teils bewusst), die sie nicht erfüllen konnte und die schließlich dazu führten, dass ich sie nach knapp einem Jahr verließ. Hier jedoch bestätigte sich der Eindruck: Alles was wir (oder damals noch ihr) sagen, meinen wir auch so! Kein beschönigen oder „ins rechte Licht rücken“. Wenn etwas nicht so ist, dann sagen wir das auch so und stellen nach außen auch nicht ein anderes Bild dar. Genauso leben wir die Werte die wir nach außen vertreten auch im Inneren aus.

Von anderen Firmen höre ich oft, dass sie eine Art Leitspruch haben, in dem die Firmenphilosophie zum Ausdruck kommen soll. Es wird viel Wert auf diesen Spruch gelegt und er wird bei vielen Gelegenheiten vorgetragen. Anfangs fand ich diese Idee toll, etwas, das die Mitarbeitergemeinschaft eint und in dessen Umfeld man ein wir-Gefühl schafft. Doch funktioniert hat das für mich nie. Es war, für mich, nur eine leere Worthülse.

Bei uns gibt es so einen Spruch nicht! Und das ist auch gut so. Denn wir brauchen ihn nicht. Es gibt dieses Gefühl bei uns auch so. Im Handeln und Denken aller Mitarbeiter und er ist in jeder Sekunde zu erleben. Bei jedem einzeln und wenn wir in einer Gruppe sind. Ob intern oder beim Kunden oder auf Veranstaltungen. Ich habe immer das Gefühl das wir ein gemeinsames Verständnis von dem haben, was wir hier machen und warum. Wie wir miteinander und mit unseren Kunden und anderen umgehen. Das wir die Welt ein kleines Stück besser machen wollen, dabei viel geben, uns aber bewusst ist, dass Ausgleich und Spaß bei der Arbeit nicht fehlen dürfen. Kurz: genau hier möchte ich arbeiten.

Kürzlich hat Jurgen Appelo einen schönen Beitrag geschrieben, den er T-Shirt-Test nannte: würdet ihr ein T-Shirt mit der Aufschrift eures Arbeitgebers tragen? Für mich ist die Antwort: Ja*!

Ich hoffe ich konnte euch mit meiner (nicht ganz so) kurzen Erzählung inspirieren, euer (Berufs-)leben selbst in die Hand zu nehmen und nach dem Richtigen für euch zu suchen. Life is short, live your dreams and wear your passion!

* zugegeben, nicht auf ner Party, aber ich würd’s nicht verstecken wenn’s so wär:)

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